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Gegen Verdrängung und für den Erhalt der Nachbarschaften in Berlin

Zum Glück: HG/M99 wird vorerst nicht geräumt!

Das Landgericht ordnet ein Gutachten an

hg_nach-abwendung-der-raeumun-sep-2016-smallDie Räumung am 22. September konnten abgewendet werden. Das Landgericht folgte nicht dem Beschluss des Amtsgericht, das Räumungsschutz für HG kategorisch abgelehnt hatte. Jetzt muss per Gutachten Sicherheit darüber hergestellt werden, ob HG eine Räumung überstehen würde oder nicht. Laut Beschluss des Landgerichts bestehen „hinreichende Ansatzpunkte“ nun zu klären, ob HG eine Räumung überstehen würde, wobei der „Schutz von Leib und Leben“ zu gewährleisten sei.

Neuer Wohnladen steht ab Mai 2017 bereit, Zwischenzeit ungeklärt

hg-unterzeichnet-vertrag_2016Hans Georg Lindenau (HG) wird Ende Mai 2017 in einen neuen Wohnladen umziehen. Er unterschrieb einen Mietvertrag mit der Hausverwaltung Kontor, wodurch er ab 2. Mai 2017 regulärer Mieter des Laden im Haus Falckensteinstraße 46 wurde. Der Zweck des Mietverhältnisses ist ausdrücklich der Betrieb eines „Gemischtwarenladens mit Revolutionsbedarf“. HG bleibt also im Kiez.

Doch bis Mai 2017 ist es noch lange hin und HG hat keine Wohn-Alternative für die Zeit bis zum möglichen Umzug. HG ist deshalb nach wie vor akut von der Zwangsräumung aus dem jetzigen Wohnladen bedroht. Leider beharrt der Hausbesitzer trotz der greifbaren Lösung auf die Räumung.

Hans Georg Lindenau würde eine Räumung nicht überstehen

keineraeumung_gegen-hgm99Uns fehlt jegliches Verständnis dafür, dass der Vermieter nun trotz der greifbar nahen Lösung, und der umfassenden Unterstützung, darauf besteht, das M99 zu räumen. Seine Ärzte raten dringend davon ab, HG aus seinem Wohnumfeld zu räumen. Er würde einen so extremen Rauswurf psychisch nicht überstehen. In dieser Situation wird HG auch von prominenten Kreuzberger Politiker*innen unterstützt, die sogar private finanzielle Bürgschaften anboten, sollte dies notwendig sein. Der Hauseigentümer Hellmann wurde von seinem Anwalt Wollmann zuletzt komplett ins Aus manövriert. Auch die Presseöffentlichkeit zeigt kein Verständnis mehr für dessen harte Linie.

Übersicht zum Verdrängungsfall HG/M99

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Was ist Bizim Kiez?

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Bizim Kiez ist eine Nachbarschaftsinitiative, die verhindern möchte, dass Berlins gewachsene Kieze mit ihrer unterschiedlichen und immer einzigartigen Mischung weiter von der spekulativen Immobilienwirtschaft ausverkauft werden. Der über Jahrzehnte entstandene Mehrwert, darf nicht in den Taschen derer landen, die jetzt abkassieren wollen, indem sie Menschen verdrängen, sondern dieser Wert muss sich in Form von Lebensqualität und Menschlichkeit für diejenigen auszahlen, die hier wohnen und sich füreinander einsetzen.

Darum machen wir den sogenannten „Investoren“ im Kiez Druck und wir fordern politische Konsequenzen, um der Willkür der Immo-Wirtschaft ein Ende zu setzen. 85% aller Berliner/innen sind Mieter/innen – wir lassen uns nicht entmutigt verdrängen!

Bizim Kiez macht seit dem Sommer 2015 viele Veranstaltungen, die meistens einen besonderen Aspekt der fortschreitenden „Gentrifizierung“ beleuchtet haben. Die Veranstaltungen waren teils als kämpferische Demos angelegt, mal eher auf gegenseitiges Kennenlernen ausgerichtet, manchmal hatten sie auch eher einen Kultur-Charakter. Wir zielen mit unseren Versammlungen auf der Straße nicht nur gegen die Spekulanten, sondern sammeln auch eigene Stärke in der Nachbarschaft – wir verbinden die Menschen und Kompetenzen im Sinne einer dringend notwendigen Selbsthilfe.

Außerdem arbeiten wir auf vielen weiteren Ebenen direkt gegen Verdrängung – im Allgemeinen wie im Einzelfall. Wir machen Druck und verhandeln, um den Verdrängern Zugeständnisse abzuringen, und wir arbeiten auf der politischen Ebene, treiben Amtsträger/innen und die Parteien dazu, Lösungen anzubieten, die den Kiezen und ihren Bewohner/innen wirklich helfen.

Die politischen Forderungen von Bizim Kiez lesen

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Mach mit komm zum nächsten Plenum

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Wir wollen unsere Nachbarschaft erhalten und fordern endlich Schutzmaßnahmen vor Mietsteigerungen auch im Gewerbebereich!

Die Ladenbetreiber/innen in Berlins Kiezen sagen gemeinsam lautstark: STOPPT DIE VERDRÄNGUNG! Durch die Gentrifizierung und die nicht-regulierte Entwicklung auf dem Immobilienmarkt geraten viele in den Kiezen verankerte Geschäfte unter Druck. Alle, die sich dagegen solidarisch erklären und sich als Teil des Kiezes empfinden, können dabei sein.

Mitmachen: Sei auch Du EINER VON 99

Die Karte der Verdrängung in SO36

Weitere Informationen zur Online-Karte / Legende
Online-Karte der Verdrängung in SO36 / Vollbild aufrufen

So viele Menschen im Kiez haben schon eigene Verdrängungserfahrungen gemacht, oder beobachten wie in den Häusern der Nachbarn Modernisierungsprozesse beginnen. Wir wollen zeigen, wie heftig der „Angriff der Investoren“ ist und wollen für all die Fälle Öffentlichkeit herstellen. Berichtet uns von eurer Situation, denn durch Vernetzúng, Erfahrungsaustausch und Solidarität enstehen neue Möglichkeiten sich zu wehren. Weitere Fälle werden laufend hinzugefügt …

Fälle in SO36 / Übersicht



Grundlegende Artikel zur Gentrifizierung in Kreuzberg

Bizim Kiez hilft weiter: Reagieren bei Veränderung

Viele Anwohner/innen berichten uns von ihren Erfahrungen, wenn im eigenen Wohnhaus plötzlich ein Umbruch stattfindet: z.B. bei Besitzerwechsel, Sanierungsarbeiten, Modernisierungsankündigungen usw. Oft macht sich dann ein Klima der Angst und Verunsicherung im Haus breit. Das gilt es zu verhindern:

Die Mieter/innen in den Immobilien haben umfassende Rechte und sollten sich nicht verrückt machen lassen. Tut euch zusammen, helft euch, lasst euch professionell beraten und handelt überlegt und langsam!

Hier die wichtigsten Tipps

Gegen Verdrängung in den Sozialen Medien

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Unser Facebook-Team ist super schnell mit Neuigkeiten und die Gemeinschaft wird immer größer. Schließ dich an und schenke unserer Facebook-Seite ein „Gefällt mir“.

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In allen unseren Social Media Kanälen informieren wir breit über die Auswirkungen der Gentrifizierung in, Kreuzberg, Berlin und international – mit Texten und Videos zu Versammlungen, dem Kiez, den laufenden Verdrängungen, dem politischen Geschehen, und auch über Geschichte, Initiativen, energetische Sanierung usw.

Vernetzung mit anderen Initiativen: Schickt uns eure Selbstdarstellung!

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Bizim Kiez ist eine lokale Initiative, die sich gegen Verdrängung und Entmietung nicht nur im Wrangelkiez stellt. Doch das Thema ist natürlich größer. Wir spüren hier die Auswirkungen einer ungezügelten Immobilienwirtschaft, genau wie die Menschen überall anders darunter zu leiden haben. Letztlich hängen die lokalen Probleme mit der globalen Wirtschaftspolitik zusammen und darum kooperieren wir mit allen anderen Initiativen, die versuchen die Welt sozialer, partizipativer und gerechter zu gestalten.

Wir unterteilen unserer Kooperationspartner/innen in zwei Kategorien:

Initiativen mit ähnlichen Zielen – strategische Partner
Initiativen im Kiez und der Umgebung – Erhalt der Nachbarschaft

Gigantisches Medien-Echo

Medienecho

Wir sind völlig überwältigt von dem Medieninteresse, das uns den Rücken stärkt. „Bizim Bakkal“ ist zum Symbol für Spekulanten-Willkür geworden und „Bizim Kiez“ wurde zum Symbol für erfolgreichen Bürgerprotest. Die Problematik der Gentrifizierung bekommt neue internationale Aufmerksamkeit.

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Einmal die Woche informieren wir über die kommende Bizim Kiez-Versammlung. Jede Versammlung läuft unter einem anderen Motto und bringt neue Aspekte auf die Straße. Im Newsletter stellen wir das Programm vor und zeigen wie alle mitmachen können.
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