Google-Campus: Protest-Timeline

Auf dieser Seite wird fortfolgend der Protest gegen die Eröffnung des Google Campus an der Ohlauer Straße im Kreuzberger Wohngebiet dokumentiert.

 

1. November 2017

Die erste Veranstaltung der Reihe “InterLause“ der Initiative Lause bleibt findet unter dem Titel “Kreuzberg gegoogelt“ statt. Thema ist die geplante Eröffnung des Google Campus in der Ohlauer Straße.

22. August 2017

Unbekannte bewerfen das Umspannwerk mit Farbbeuteln. Ende des Monats organisiert Google einen Tag der offenen Tür im Umspannwerk. Eingeladen wurde per Handzettel in der umliegenden Nachbarschaft – allerdings nur auf der Kreuzberger Seite des Kanals.

12. Mai 2017

Auf der 3. Kreuzberger Kiezversammlung wird die Ansiedlung des Google Campus im Kiez diskutiert. Die Positionen sind durchweg ablehnend.

4. Mai 2017

Auf dem Blog des Business-Insider sind kritische Stimmen aus der Kreativ- und Start-Up-Szene zur Ansiedlung des Campus mitten in Kreuzberg zu hören. Zuvor führte die Revolutionäre 1. Mai Demonstration am Umspannwerk vorbei.

27. April 2017

Der Pressesprecher von Google in Berlin, Ralf Bremer, gibt der Taz ein Interview. Zitat: “Wir fördern junge Unternehmen, die digitale Tools nutzen. Wir hoffen, dass davon alle profitieren. Erstens natürlich die jungen Unternehmen, die Nachbarschaft in Kreuzberg und am Ende auch Google, wenn es mehr digitale Unternehmen gibt. Dieser Effekt ist aber sehr langfristig und indirekt.”

23. April 2017

Eine Meldung macht die Runde, dass der Bezirk den Bauantrag von Google zum Umbau des Umspannwerks abgelehnt hat. Gründe seien u.a. der Immisionsschutz, die geplante bauliche Dichte und die Überschreitung der für die Gegend festgelegte Geschossflächenanzahl. Artikel dazu u.a. im Neuen Deutschland , bei rbb24 , futurezone und auf dem Friedrichshain-Blog. Zwei Tage später wird diese Meldung relativiert: Die Taz schreibt, dass es sich um “bauliche Einwende eines Fachreferats, auf die Google uns seine Architekten nun reagieren können.” Die Eröffnung des Campus wird auf Ende 2017 verschoben. Im selben Artikel wird der Europa-Chef von Google Philipp Justus zitiert: Mit dem Campus soll die Start-up-Szene “aufgeladen“ werden.

27. Januar 2017

Der anarchistische Buchlanden Galaball!k organisiert zweimal im Monat das Anti-Google-Café “Face to Face“ um über Alphabet Inc., den Google-Mutterkonzern, zu informieren. Die erste Wandzeitung erscheint, die über den geplanten Campus informiert.

23. November 2016

Das Projekt, einen Google Campus im Umspannwerk am Paul-Lincke-Ufer zu eröffnen, wird auf der Pressekonferenz “Google für Entrepreneurs: erweiterte Kooperation mit deutschen Start-Ups” offiziell angekündigt. Erste Artikel erscheinen online auf der Seite des Tagesspiegels, bei Heise online, Berlin Valley, Gründerfreunde und WinFuture.