Kommt zur Kundgebung vor den Kinderladen IrgendWieAnders, der von Verdrängung bedroht ist

Ein Kinderladen wehrt sich gegen Verdrängung: Kundgebung am Freitag, 29. November 2021, 16-18 Uhr, Oppelner Str. 20, 10997 Berlin

Kinderladen seit 10 Jahren

Die Erzieher*innen und die Kinder haben bunte Flyer gemalt und rufen nach nachbarschaftlicher Solidarität. Seit fast 10 Jahren ist „IrgendWieAnders“ in den Räumen in der Oppelnerstr. 20, gestalten täglich Pädagogik für die Kinder aus dem Kiez. Sie möchten bleiben.

Sie müssen sich wehren, gegen eine Mietsteigerung auf 19 € netto kalt. Das bedroht die Existenz und könnte das pädagogisches Konzept kippen. Das, was der Senat monatlich über die Gutscheinfinanzierung gibt, reicht bisher, um Miete, Löhne und Qualität zu gewährleisten. Ein Anstieg der Miete in dem vom Eigentümer vorgeschlagenem Maße würde bedeuten, dass an Gehältern und Ausstattung gekürzt werden müsste. Der Dachverband DaKs hat im Sommer 2021 die Mieten der Kinderläden in Berlin evaluiert und es ergeben sich im Durchschnitt Mieten von ca. 10 €.

Wer betreibt hier Investoren-Monopoly?

Sie sagen klar und deutlich „NEIN Herr Hofmann-DAS IST ZUVIEL!. Wir lassen und können uns nicht zum Instrument eines Investorenmonopolys machen, weil das was wir machen ganz einfach festen, senatsgeförderten Leistungen zugrunde liegt, auf die wir leider keinen Einfluss haben. Es gibt nicht mehr Geld für teurere Mieten, der Senat finanziert uns derzeit mit ca. 8 € für die Miete, die Rechnung geht nicht auf, egal wie wir es drehen.“

Aus der Pressemiteilung des Kinderladens sind noch detailliertere Angaben zum Vermieter zu ziehen (Zitat): „Wir haben der Millennium Objekt & Co. Oppelner Str. 20 KG bereits mitgeteilt, dass wir eine so hohe Miete langfristig wirtschaftlich nicht tragen können und um ein Gespräch gebeten. Ihr Geschäftsführer Armin Otto Heinrich Hofmann, Aufsichtsratsmitglied und Großaktionär bei The Grounds Real Estate Development AG, lehnte ein Treffen mit uns jedoch ab. “

Deswegen solidarisiert Euch mit dem Kinderladen, teilt unsere Beiträge, kommt am 29.10.2021 zur KUNDGEBUNG vor den Kinderladen in der Oppelnerstr. 20.
Werdet laut mit uns – für eine solidarische Stadt, für ALLE Kinderläden, die von Mieterhöhungen und Gentrifizierung bedroht sind und für uns natürlich!

Super Kultur-Programm

Es gibt Bobbycar-Rennen, Siebdrucke (alle können sich einen Beutel oder T-Shirts mitbringen), Schminken, Kreatives und phantastische Live Musik:
Yeah, thankfully and loving your Support von Jaqee Nakiri.

Alle haben Plakate und Flyer gemalt

Der ganze Kiez hängt voll mit den selbstgemachten Plakaten und Flyern. Jetzt kommt es darauf an eine große Well zu schlagen und dem Eigentümer Hoffmann deutlich zu machen, dass diese Mieterhöhung nicht hingenommen wird.

Dieser Fall zeigt einmal mehr exemplarisch, dass soziale Einrichtungen in Gewerbeflächen notwendige Arbeit leisten, die eng mit dem jeweiligen Ort verbunden sind. Ein Kinderladen kann nicht einfach wo anders hin, denn er ist auf vielfältige Weise über die Eltern, Geschwisterkinder, Erzieher*innen und Kooperationspartner*innen mit dem Kiez verbunden und gibt so viel in den Kiez zurück.

Wir brauchen endlich ein Gewerbemietrecht mit bindender Schutzfunktion für soziale Einrichtungen. Aber erst einmal brauchen wir genau diesen Kinderladen in genau diesen Räumen, da wo er ist – und bleibt!

Mehr auf der Website des Kinderladens

Ein Kommentar zu “Kommt zur Kundgebung vor den Kinderladen IrgendWieAnders, der von Verdrängung bedroht ist

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