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Licht an! Wir monstern uns zusammen – Laternenumzug gegen Verdrängung

16. November @ 16:30 - 22:00

Licht an! Wir monstern uns zusammen – Laternenumzug gegen die Verdrängung von Kitas, Kinderläden, sozialen Einrichtungen und Bildungsstätten …

»Wir monstern zusammen gegen die unverantwortliche und massive Verdrängung von Lernorten, Kinderläden, Kitas, Schulen und anderen Bildungsorten aus unseren Kiezen und unserem Leben.«

Informationsflyer zum Thema Verdrängung von sozialen Einrichtungen

Veranstaltungsinfos und -updates

 

Monstermieten? 
Zusammenmonstern für soziale Kieze!

Unsere Kieze sind Wohn- und Lebensräume und keine Spekulationsobjekte.
Wir – die Menschen, die hier leben – machen diese Stadt.

Räume für Einrichtungen des sozialen Lebens schwinden rasant. Die Orte unseres täglichen Miteinanders werden Spekulations­objekte! Wer die Preisspirale nicht bedienen kann, muss gehen!

Soziale Einrichtungen wie Kitas, Seniorenräume, Mädchentreffs, Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen oder Wohnungslosen-hilfen bangen unter dem Druck der Immobilienspekulation um ihre Existenz. Verdrängt werden sie, weil Eigentümer – allen voran die marktdominierenden Immobilienunternehmen – ihre Rendite erhöhen wollen. In den lukrativ gewordenen Kiezlagen rufen sie astronomisch hohe Mietpreise auf. Wer die nicht zahlen kann, muss mit der Kündigung rechnen. 

Soziale Einrichtungen 
als Gewerbemieter schutzlos

Soziale Einrichtungen sind besonders betroffen, weil sie für
ihre Räumlichkeiten Gewerbemietverträge abschließen müssen, obwohl sie gar nicht kommerziell arbeiten.
Im Gewerbemietrecht gibt es keinerlei Schutz vor Kündigung und drastischer Mieterhöhung – nicht einmal die verbesserungs-wür­digen Instrumente aus dem Wohnmietrecht, wie die Mietpreisbremse oder der Mietspiegel. Die Vermieter dürfen von Gewerbe­mietern so viel verlangen, wie sie wollen. Sie suchen sich die Mieter aus, die am meisten zahlen können. Kein Kinderladen, kein Verein für betreutes Wohnen und keine therapeutische Einrichtung ist in diesem Profit-Spiel „konkurrenzfähig“.
Vierfache Miete für den Kinderladen?
Rechtens, aber nicht richtig

Ein Beispiel: Jüngst „kaufte die Deutsche Investment Kapitalver­wal­tungs­gesellschaft mbH, zu der auch der Immobilienfonds Deutsche Investment – Wohnen III gehört, die Häuserzeile mit den Hausnummern 199 bis 205“* – in der Kreuzberger Oranienstraße. Es wurde angekündigt, die Miet­verträge der Gewerbetreibenden dort nicht zu verlängern.
(Quelle: *MoPo Online, 18.10.17)

Das würde das Aus des dort seit 34 Jahren arbeitenden
Eltern­initiativ-Kinderladens Bande e.V.  bedeuten. Der Verein berichtet: „Bei einem Gespräch mit der beauftragten Hausverwaltung, teilte uns deren Ver­treter mit, es sei Aufgabe der neuen Eigentümer, die Anlagen ihrer Investoren mit größtmöglicher Rendite zu ver­walten. Als soziale Ein­richtung wurde uns angeboten, unseren Mietvertrag zu dem vier­fachen Betrag unserer jetzigen Miete zu verlängern – kalt und im Ist-Zustand.

Das mag rechtens sein – aber richtig oder gerecht ist es nicht.“ 

Freie Träger und Vereine stellen in Berlin längst einen wichtigen Teil der sozialen Infrastruktur. Ohne ihre engagierte Arbeit z. B. in Kitas würden über 15 % der Kinderbetreuungsangebote wegfallen. Wo sie ihre Räume verlieren, finden sie auch keine bezahlbaren Alternativen mehr – sie verschwinden aus der Nachbarschaft, und zwar ersatzlos.

Die sozialen Errungenschaften sind nicht 
verhandelbar und nicht kündbar!

Wir fordern den Berliner Senat und die Bundesregierung auf, diesen Ausverkauf unserer Nachbarschaften jetzt zu stoppen:
Schaffen Sie Gesetze, die soziale Einrichtungen vor Kündigung, Mietsteigerung und Immobilienspekulation schützen! Orte des Lernens, des Begegnens und des Helfens dürfen mietrechtlich nicht der Fast-Food-Kette gleichgestellt werden. Wir brauchen verbindliche Instrumente, die die Arbeit sozialer Einrichtungen in allen Nach­barschaften sichern, und sowieso einen wirksamen Schutz für Wohn- und Gewerbemieter*innen.

Kinderleicht zu verstehen: Punkt, Punkt, Komma, Strich – 
uns verdrängen is‘ hier nich‘! Darum monstern wir uns zusammen und zeigen, wo das Licht brennt. 

Bastelt Monsterlaternen, denn ohne uns geht das Licht im Kiez aus! Kommt monstermassenhaft, bringt kleine und große Freundinnen und Freunde mit!

Zusammen sind wir ganz ungeheuerlich!
Es gibt Musik, Spaß und etwas Warmes für den Bauch.
#verdreangenisnicht #zusammenmonstern

weitere Infos hier:

Massive Verdrängung von Kinderläden, sozialen Einrichtungen und Bildungsorten

Updates auf Facebook – bleibt dran!

Details

Datum:
16. November
Zeit:
16:30 - 22:00
Veranstaltungskategorien:
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5 Gedanken zu „Licht an! Wir monstern uns zusammen – Laternenumzug gegen Verdrängung

    1. bizim-kiez Beitragsautor

      Treffpunkt: Ecke Adalbertstr/Oranienstraße (16:30 Uhr)
      Dann 17 Uhr los die Oranienstraße runter bis zur U-Bahn U1.
      Dort die Skalitzer Str lang bis zur Görlitzer Str.
      Dann am Park entlang bis zur Falckensteinstr.
      Dann quer durch den Wrangelkiez auf der Falckensteinstr. bis zur Schlesischen Str.
      Dort einmal um den Block rum, von der Schlesischen über die Cuvrystr,
      um uns vor dem Nachbarschaftshaus zusammel, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

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