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Die Maßnahme

2. Dezember 2017 @ 17:30 - 19:30

Eine demonstrative Geste – ein Kunstwerk – ein Lehrstück – ein politisches Moment – ein Chor erhebt die Stimme.

Dieser Chor irrt sich nicht, ist aber gewaltig!

An diesem Sonntag laden wir zu 17:30 Uhr zum Rosa-Luxemburg-Platz ein. Ein Chor und hat sich gebildet und geprobt, sich auseinadergesetzt und gestritten, um an diesem Sonntag Hanns Eislers und Bertolt Brechts „Die Maßnahme“ auf den Rosa-Luxemburg-Platz zu tragen. Eine Gruppe an Spielenden hat sich geformt und sich im Sinne des Lehrstückes in und mit diesem Werk entwickelt.

Auch ihr sollt mitsingen – den Text werdet ihr sehen!

In gemeinsamer Stärke werden wir die ausverkaufte Mitte Berlins für eine Stunde zu einem Ort des Dialogs und der Hoffnung machen, in der es all die Am-Rand-Stehnden, die Ausgegrenzten, die Abgehängten für einen Moment nicht gibt.

Was uns antreibt:
Die Zustände unserer Welt sind nicht tragbar. Wir leiden unter der allgegenwärtigen Passivität. Wir werden auf uns selbst und unser individuelles Handeln zurückgeworfen und verlieren die Hoffnung in eine gemeinschaftliche Wirkkraft. Dabei sind wir mit unseren Leiden nicht alleine. Unsere Arbeitskraft wird berechnet und ausgenutzt, unser demokratischer Einfluss schwindet, die Macht des internationalen Handels und ihrer transnationalen Akteure übergeht uns. Das Land, in dem wir leben und das sich international als „Geber-Land“ inszeniert, bereichert sich kontinuierlich an der Arbeitskraft, den Ressourcen und den Perspektiven anderer Länder und Kontinente. Wie die Welt organisiert ist, liegt schon lange außerhalb unseres Einflussbereiches. Den schleichenden, gesellschaftlichen Rückzug aus den Entscheidungsprozessen gilt es aufzuhalten. Diese Krise der Handlungsfähigkeit, getragen durch apathische, opportunistische Massen, steckt so tief in uns, dass es etwas Kraftvolles braucht, um sie zu erschüttern. Die ersten 6 Tage von B6112 in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz waren starke und energetische Momente. In Frieden und Kraft haben wir die Bühne performativ vereinnahmt, haben unser Können und unseren Willen, die Stadt den Menschen zurückzugeben, gebündelt. Es sind diese Momente der Selbstermächtigung und der Kraft von unten, die revolutionäres Potential in sich tragen, die wir in der Maßnahme weiterentwickeln. Wir führen die Bewegung der Volksbühne weiter, deren Geschichte lang ist und schon immer die junge und progressive Theater- und Kunstproduktion wie auch den Mut zur Auseinandersetzung in sich getragen hat.

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Details

Datum:
2. Dezember 2017
Zeit:
17:30 - 19:30
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