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Solidarität mit der PAH (Plattform der Hypotheken Geschädigten) aus Spanien vor der spanischen Botschaft

28. Februar @ 16:00 - 17:00

Pressemitteilung

Am 28.Februar 2018 werden Mieter- und Basisorganisationen in 18 Europäischen Ländern vor den Botschaften und Konsulaten Spaniens ihren Protest gegen den Umgang der spanischen Regierung mit den Opfern des Hypothekenkrise der Banken und Wohnungswirtschaft zum Ausdruck bringen.

Auch hier in Berlin wird es am 28.2. um 16 Uhr eine Protestkundgebung vor der spanischen Botschaft, Lichtensteinallee 1, 10787 Berlin geben.

Dort soll auch ein Brief an die spanische Regierung übergeben werden, der diese auffordert, die Diskussion des Gesetzesvorschlags zum Wohnen, der landeweiten Organisation der Hypothekenbetroffenen (PAH) im Parlament zuzulassen.

Bündnis Zwangsräumung verhindern

Aufruf
zur Kundgebung vor der Spanischen Botschaft

am
28.02.2018, 16 Uhr

Wir rufen euch auf gemeinsam mit uns, dem
Bündnis Zwangsräumung verhindern am 28.02.18 16 Uhr in
Solidarität mit der PAH (Plattform der Hypotheken Geschädigten) aus Spanien vor der
spanischen Botschaft zu demonstrieren.

Aber worum geht’s und wer ist die PAH  überhaupt?

In Spanien, anders als in Deutschland, gibt es
traditionell mehr Wohneigentum und wenig Mietwohnungen. Fehlender
Mieterschutz und laxe Kreditvergabe mit dem Bauboom Ende der 90er,
verstäkte diese Tendenz. Ein Großteil der Menschen nahm Kredite
auf, kauften sich mit diesem eine Eigentumswohnung und zahlen
diesen meist ein Leben lang ab. Dies macht etwa 80% der
Wohnverhältnisse in Spanien aus. Mit der Finanzkrise 2009 konnten
viele diese Kredite nicht mehr bedienen, was zu massenhaften
Zwangsräumungen und daraus resultierenden Lehrstand führte.

Dagegen organisierte sich Widerstand und 2010 entstand die Plattform der Hypotheken Geschädigten kurz PAH, in der sich inzwischen im ganzen Land Betroffene vernetzen und seitdem über 2000 Zwangsräumungen Landesweit verhindert hat. Gemeinsam konnten
sich auf die Straßen gesetzte Familien Leerstand wieder angeeignen, und ganze Kommunen dazu gebracht werden, Zwangsräumungen nicht mehr zu unterstützen.

Anstatt das Menschenrecht auf Wohnen von Millonen zu schützen wurden 2013 mit einer neuen Gesetzgebung die Interessen der Banken und Kapitalgesellschaften weiter gestärkt.

Am 26.1.2017 wertete der EU Gerichtshof dieses Hypothekengesetz als illegal. Die spanische Regierung sitzt das aus.

Um dem Treiben der Banken nun auch auf gesetzlichem Wege einen Riegel vorzuschieben hat die PAH einen Gesetzesentwurf entwickelt in dem sie

Fordert:

1. Banken dürfen keine Kredite mehr
vorgezogen Kündigen

2. Es soll eine Regulierung und
Mieterschutz eingeführt werden,

Kommunale Wohnungen und Sozialwohnungen
für arme Familien

3. Alle Zwangsräumungen werden
ausgesetzt

4. Das Verbot von Leerstand und die
Zuweisung leerstehenden

Wohnraums durch die Kommunen an
Familien ohne Wohnung

5. Die Sicherstellung der
Grundversorgung mit Strom, Wasser und Gas

auch für arme Familien, die
Zahlungsrückstände haben.

Die Spanische Regierung blockiert bisher die
Lesung dieses Gesetzentwurfs im Parlament, aus diesem Grund hat die
PAH zu einem Aktionstag am 28.02.18 aufgerufen, um Druck auf
ihre Regierung zu erhöhen.

Für uns ist klar ob die Zwangsräumungen hier oder in Spanien stattfinden. Jeder hat ein Recht auf Wohnen. Unsere Solidarität mit den Betroffen von Immobilien Spekulationen kennt
keine Grenzen.

Kommt zur Kundgebung am 28.02 16 Uhr vor der
Spanischen Botschaft, Lichtensteinallee 1, 10787 Berlin

Details

Datum:
28. Februar
Zeit:
16:00 - 17:00
Veranstaltungkategorien:
,

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