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Arno

19. Oktober 2016

Ein Falke betreibt Gentrifizierung
       Ein Falke betreibt Gentrifizierung. Ein Falke
betreibt Gentrifizierung

Er will eine Taube fressen.
Dabei leben diese seit Jahrzehnten hier auf dem Dachboden in meinem Haus.

Ich beobachte mehrfach tätliche Angriffe des Falken gegenüber der Taube die Schutz sowohl in einer Kastanie als auch in einem Efeugeflecht an einer Hauswand vom Seitenflügel sucht.

Unauffällig versuche ich Beweisfotos zu schießen um diesen versuchten Tötungsdelikt zu dokumentieren. Lediglich vom Täter selbst kann ich ein sehr unscharfes Bild schießen und auch hockt er nur auf dem Dach, als wäre er unschuldig.

Ich bin untröstlich und fassungslos über diese Ereignisse die sich vor meinem Fenster abspielen, hinzu kommt der daraus resultierende Lärm.

Es ist wirklich nicht leicht hier zu leben, für keinen von uns.

Frau Vau schreibt

 

yasmin

1. Juli 2015

Bizim-Kiez-was-tun

Was ist zu tun, wenn …

… ein Vermieter, Eigentümer oder die Hausverwaltung böse Briefe schickt? Zum Beispiel wenn eine Modernisierungsankündigung kommt, aus alten Bruttomietverträgen neue Nettokalt- oder Staffelmietverträge gemacht werden sollen, eine Wasseruhr eingebaut, oder eine Wohnraumbegehung oder ähnliches durchführt werden soll.

1. Ruhe bewahren!

2. Niemanden in die Wohnung lassen!

Auch nicht zum Ausmessen. Immer auf eine Terminankündigung bestehen und eine Vollmacht, des Eigentümers verlangen, falls die Hausverwaltung klingelt. Falls es jemandem gelingt, in die Wohnung zu kommen: Wenig sagen – keine zusätzlichen Informationen geben. Besucher keine Fotos machen lassen. In manchen Mietverträgen ist geregelt, dass der Eigentümer alle paar Jahre eine Wohnraumbegehung durchführen darf. Auf schriftliche Ankündigung bestehen.

3. Nichts unterschreiben!

Nur Schriftliches zählt: Brief, Fax und E-Mail. Möglichst keine Telefon- oder Handy-Nummern und E-Mail-Adressen an Vermieter/Eigentümer/Hausverwal­tung rausgeben. Schwer erreichbar sein und immer ganz langsam reagieren. Auf böse Briefe immer nur per Fax antworten – damit alles belegbar ist.

4. Mit dem eingegangenen Schreiben sofort zu einer Rechtsberatung gehen.

Z.B. bieten die Mietergemeinschaft, die anderen Mietervereine und verschiedene Mieter/innen-Initiativen Beratung an. Wenn möglich einen Rechtsbeistand aufsuchen. Bei kleinem Geldbeutel gibt es kostenfreie Rechtsberatungen. Falls es zum Prozess kommt, keine Angst: Beim Amtsgericht beantragt die anwaltliche Vertretung Prozesskostenhilfe. Aber Achtung: Kosten können darüber nicht in jedem Fall verhindert werden.

5. Mit den anderen im Haus verbinden.

Die Mieter/innen im Haus können sich untereinander mit Informationen versorgen und sich gegenseitig helfen. Gemeinsam ist immer besser, denn bestimmt haben einige schon Rechtsvertretungen, oder sind Mitglieder in den Mietervereinen. Lasst kein Klima der Angst entstehen, sondern helft euch gegenseitig.


Weiterführende Informationen und Links

bei der Berliner MieterGemeinschaft:

Infoschriften der Berliner Mietergemeinschaft e.V.

beim Berliner Mieterverein:

Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen
Eigentümer- und Vermieterwechsel
Das Besichtigungsrecht des Vermieters

Verschiedene andere Mieter/innen-Initiativen:

Berliner Ratschlag – Wem gehört die Stadt
Bündnis Stadt von unten
Bündnis Zwangsräumung verhindern
Übersicht zu weiteren Initiativen


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