ND: Aktivist und M99-Betreiber Hans-Georg Lindenau wehrt sich gegen Rauswurf

Von Johanna Treblin
10.02.2016
ND Berlin / Brandenburg

Catcher, Besetzer, Ladenbesitzer

„Erzählt Hans-Georg Lindenau von den 80er Jahren, dann davon, wie er Polizisten durch die Luft wirbelte. Catcher sei er gewesen. Trainiert durch das morgendliche Zeitungsaustragen, Treppen rauf und runter. Er rannte über Dächer, um »Bullen« abzuschütteln, einer habe seine Dienstwaffe verloren. Dann kam der 24. September 1989, Lindenaus Unglückstag. Plötzlich lag er »tot« am Boden vor der Kirche am Lausitzer Platz, sechs Wochen Koma, er erwachte in einem wiedervereinten Deutschland. Seitdem sitzt er im Rollstuhl.“

Hans-Georg Lindenau mit einem Kunden vor seinem Laden Foto: Ulli Winkler/nd

„Der Räumungsprozess, der an diesem Donnerstag hätte stattfinden sollen, wurde vom Amtsgericht abgesagt, weil der Eigentümer seine Klage zurückzog. »Das heißt: Den Keller kann ich behalten«, sagt Lindenau. Der Keller ist aber nicht der einzige Streitpunkt. Die »Untermieter« (Eigentümer) oder »Assistenzbewohner« (Lindenau) in der Wohnung im 1. Stock sollen raus und HG das Ladengeschäft nicht mehr als Wohnung nutzen. HG hat mehrere Mietverträge für unterschiedliche Räume. Welche Fläche wie genutzt werden darf und welcher Mietvertrag noch gilt und daher gekündigt werden könnte, ist – so sagt HG – selbst für seinen Anwalt nicht leicht zu durchschauen.“

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