Februar Versammlung am 10. Februar

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

Bizim Bakkal schließt zum 31.3. vor allem aus gesundheitlichen Gründen, wie uns Ahmet Çalışkan erklärte. Wir sind darüber, dass der Laden nun doch nicht erhalten bleiben kann, sehr traurig und wir wünschen Ahmet alles Gute. Der ganzen Familie Çalışkan sind wir dankbar – nicht zuletzt dafür, dass sie uns den Anstoß gab, als Nachbarschaftsbewegung „Bizim Kiez“ zusammen zu finden.
Bizim Bakkal bleibt für immer in unseren Herzen – Bizim Kiez arbeitet weiter für eine lebendige, soziale Nachbarschaft ohne Verdrängung!

Pressemitteilung zur Schließung von Bizim Bakkal lesen

> Viele Medien berichteten darüber

(Die Märzversammlung am 16.3. wird als großes Abschiedsfest für Familie Çalışkan gestaltet,
zu der alle eingeladen sind.)


Nichts wird Bizim Bakkal ersetzen können
– doch kann der Ort nicht „unser Laden“ bleiben?

Wird der Investor die Räume nun einfach möglichst gewinnbringend vermieten, statt Platz für einen bedarfsorientierten Nahversorger mit Herz für den Kiez zu bieten? Hier wollen wir eingreifen und hörbar machen, was die Nachbarschaft eigentlich braucht.

BizmKiez-Februar-Versammlung-Head

Der Laden wurde weltweit zu einem ermutigenden Symbol dafür, wie im solidarischen Miteinander die Gentrifizierung aufgehalten werden kann. An diesem Ort ist kein Platz für das zerstörerische Profitstreben eines Investors, und nicht für Luxusartikel,  Souvenirs oder noch mehr kommerzielle Gastronomie. Es ist höchste Zeit, dass wir als Nachbarschaften bestimmen, wie wir hier zusammenleben wollen, und was wir dazu brauchen. Wir brauchen UNSEREN Laden weiterhin als einen Ort, an dem die Bedürfnisse der Anwohnenden berücksichtigt werden und der den sozialen Zusammenhalt stärkt.

Wir machen Druck auf den Vermieter und werden die Öffentlichkeit und die Politik auffordern, sich mit uns für eine kiezgerechte, sozial nachhaltige Nutzung der Ladenräume zu einem bezahlbaren Mietpreis einzusetzen.

Auf unserer Februarversammlung vor Bizim Bakkal (Wrangelstr. 77)
wollen wir ins Gespräch kommen:

Was brauchen wir hier im Kiez (eine Gemüsekooperative, eine Drogerie, eine Ausbildungsprojekt für geflüchtete Neuberliner*innen? … Oder alles auf einmal?…)?
Und wie können wir das gemeinsam durchsetzen?
Wir bringen großes Papier und Stifte mit, Ihr Eure Ideen und Wünsche!

Es gibt wieder leckeres Essen, Feuertonnen, Musik und weitere Infos u.a. zur Situation der Hausgemeinschaft Zeughofstr. 20 und zur drohenden Zwangsräumung von HGs Laden M99. Das Mikro ist wie immer auch für Neuigkeiten aus anderen Häusern offen.

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